Taktlos25. April 2008 | [ |
Buchtipp: Peter Sloterdijk - Im Weltinnenraum des Kapitals
Hierauf antwortet heute ein diffuses Unbehagen an der überkommunikativen Verfasstheit des Weltsystems - ein berechtigtes Empfinden, wie wir meinen, denn was man heute als die Wohltaten der Telekommunikation feiert, erleben Unzählige als eine suspekte Errungenschaft, mit deren Hilfe wir uns jetzt auch aus der Ferne gegenseitig so unglücklich machen können, wie dies früher direkten Nachbarn vorbehalten war. Wo die Würde der Abstände negiert wird, schrumpft die Erde mitsamt ihren lokalen Ekstasen auf ein Beinahe-Nichts zusammen, bis von ihrer königlichen Ausgedehntheit nicht mehr als ein abgegriffenes Logo übrigbleibt. S.27
Was ist von einem Ort zu halten, wo es die Hälfte der Zeit Nacht ist und alles, was lebt, den Tod und den Zerfall vor sich hat?" S.32
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